03 — Projekt

Über hateBlocker

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Das ist der Satz, mit dem alles angefangen hat.

Vor rund zweieinhalb Jahren erzählte eine Influencerin von wiederholten Morddrohungen, die sie online bekam, und davon, dass sie damit nicht ernst genommen wurde. Sie sollte die Kommentare einfach löschen, ignorieren, weitermachen. So wie es Betroffene millionenfach tun. Statt wegzusehen, haben wir angefangen, dagegen vorzugehen: Wir haben Täter:innen ausgeforscht, Plattformen unter Druck gesetzt und vor Gericht gezogen. Über zwei Jahre lang, Fall für Fall. Und mit Erfolg.

Aus dieser Arbeit ist hateBlocker entstanden.

Heute kombinieren wir eine eigens trainierte KI mit echter rechtlicher Durchsetzung. Unser System erkennt Hassrede, Beleidigungen und Drohungen in Kommentaren und Nachrichten, in Echtzeit und auch in einer Masse, die ein Mensch allein längst nicht mehr bewältigen könnte. Markierte Inhalte werden rechtssicher dokumentiert, die Personen hinter scheinbar anonymen Profilen identifiziert und die Fälle an unsere Partnerkanzleien übergeben. Betroffene müssen sich um nichts davon selbst kümmern.

Dabei prüfen wir jeden einzelnen Fall, von einem Menschen und zusätzlich durch unsere Partneranwält:innen. Denn Meinungsfreiheit ist uns wichtig. Sie endet aber dort, wo strafrechtlich relevanter Hass beginnt. Genau diese Grenze ist das, was diese Ausstellung sichtbar machen will: Was ist noch Kritik, und was ist schon eine Straftat?

Rund 30 % der Menschen sind von Hass im Netz betroffen, quer durch alle Alters- und Berufsgruppen. Wir wollen, dass sich niemand mehr damit abfinden muss. Dass Schweigen und Löschen nicht mehr die einzige Option sind. Und dass aus digitalem Hass ein echter Fall mit echten Konsequenzen werden kann.

„Das Internet ist kein rechtsfreier Raum.“